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Bei der Höhe des Gehaltes, sollte man nicht den Fehler begehen, die Schweizer Franken in EUR bzw. umgekehrt umzurechnen. D. h. man sollte von vornherein als Gehalt (unserer persönlichen Einschätzung nach) etwa das doppelte in CHF bekommen, was man z. B. in Deutschland in EUR erwarten würde (Beispiel: EUR-Gehalt: 40.000 EUR => kalkuliertes CHF-Gehalt: 80.000 CHF). Diese 2:1 - Rechnung ist unserer Meinung nach realistischer als jegliche Umrechnerei. (Achtung: kann je nach Branche, Berufszweig, Qualifikation etc. natürlich auch ganz anders ausfallen ... und sollte deshalb nicht als verbindlich gesehen werden - ist, wie schon gesagt, ein rein persönlicher Eindruck aus unserer Anfangszeit hier!)
Wenn man erst einmal in der Schweiz lebt, weiss man auch schnell, warum.
Denn die Mieten in der Schweiz sind - selbst in ländlichen Gegenden - in der Regel recht hoch (in Kantonen mit günstigen Steuersätzen meist höher). Da sind schnell mal bis 2.000,- Franken (je nach Wohnungsgrösse und Wohnort) im Monat weg. Und auch Lebensmittel sind (oft deutlich) teurer als in Deutschland. Auch hierfür wird man - je nach persönlichen Vorlieben und Ansprüchen - viel oder noch mehr Geld los.
Die Lohnsteuer und Sozialabgaben treffen einen dagegen nicht besonders hart. Sie sind natürlich abhängig von der Höhe des Gehalts sowie von dem Kanton, in dem man wohnt.
Vom Gehalt gingen zum Beispiel bei uns (damals, als wir noch quellensteuerpflichtig waren), in unserem Kanton, insgesamt ca. 25-30% als Sozialabgaben und Quellensteuer ab. Das ist deutlich weniger als die Summe an Lohnsteuern und Sozialabgaben in Deutschland wäre.
Was bei der monatlichen Lohnabrechnung an Beiträgen für Sozialabgaben von einem bestimmten Gehalt (in Bezug auf Geschlecht und Alter) abgezogen wird, könnt ihr über ein Formular beim KMU-Ratgeber des BSV (= Ratgeber für kleine und mittlere Unternehmen des Bundesamtes für Sozialversicherung) ausrechnen lassen. Wenn ihr dann noch die Quellensteuer abzieht, wisst ihr, was ihr in etwa netto ausgezahlt bekommt.
Zusätzliche monatliche Kosten sind Krankenversicherungsprämie, die man ja - pro Person - selber zahlt, sowie Strom und evtl. TV-Kabel-Gebühren. Darüber hinaus sollte noch was zum Sparen übrig bleiben. Denn da gibt es ja noch die jährlichen Versicherungsprämien, die irgendwann gezahlt werden wollen, evtl. Zahnarztkosten zu bestreiten oder Rücklagen für die "dritte Säule" zu bilden ...
Wir glauben, dass man auch in der Schweiz wohl nur mit einem Top-Job "Geld scheffeln" kann. Denn ein normales Gehalt verschwindet irgendwie genauso schnell wie in Deutschland. Allerdings ist der Freizeit-Wert hier deutlich höher als in good old Germany (zumindest für uns). Man lebt sozusagen (fast) "im Urlaub",- und wer kann das schon von sich behaupten?
:) :)
durch google gefunden:)
[ 本帖最后由 Spiesser 于 2007-3-27 13:33 编辑 ] |
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